2008-01-17 018-225x300 in Tipps zum Brautkleidkauf Sicherlich habe Sie schon dutzende von Zeitschriften und Magazinen gewälzt, um Inspirationen für das perfekte Brautkleid zu bekommen. Vielleicht haben Sie ja sogar schon Ihr Traumkleid gesehen.

Und nun geht es los, mit Freundin, Schwester, Mutter oder sogar Ihrem Verlobten machen Sie sich auf den Weg zu den Brautmodengeschäften, um verschiedene Kleider anzuprobieren.

Hier ein paar Tipps, damit Sie einen entspannten Einkauf genießen können:

1. Informieren Sie sich vorab, ob es nötig ist einen Termin für die Anprobe zu vereinbaren. So ersparen Sie sich die Fahrt, um dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren zu müssen. Besonders in der Hauptsaison ist es sinnvoll und oft auch nötig einen Termin zu vereinbaren, denn anders als im Kaufhaus bekommen Sie eine Verkäuferin zur Verfügung gestellt, die sich nur um Sie und Ihre Bedürfnisse kümmert. Meist werden ca. 1,5 bis 2 Stunden für so einen Termin eingeplant. Oft ist es sogar möglich über die Internetseite eine Art Wunschzettel mit den verschiedenen Modellen die einem gefallen zu erstellen und dann zusammen mit dem Terminwunsch abzuschicken. Dadurch erhält die Verkäuferin direkt einen Einblick in die Stilrichtung die Ihnen zusagt und kann entsprechende Kleider schon für Sie vorbereiten.

2. Nehmen Sie nicht zu viele Menschen als Berater mit, meist reichen 1 oder 2 liebe Menschen die Sie kennen und deren Urteil Sie vertrauen. Denn je mehr verschiedene Meinungen existieren, desto schwerer haben Sie es sich zu entscheiden, denn welcher Meinung wollen Sie den Vorzug geben, lieber der der Freundin oder lieber der der Schwiegermutter? Da ist Stress vorprogrammiert. Vergessen Sie nicht, die Hauptperson sind Sie (und natürlich Ihr Mann) und Sie müssen sich in Ihrem Brautkleid unwiderstehlich und wohl fühlen. Machen Sie sich daher nicht zu sehr von der Meinung anderer abhängig.

3. Der Tag der Anprobe ist gekommen, jetzt heißt es ein paar einfache Regeln zu befolgen, die zwar eigentlich selbstverständlich sind, aber trotzdem:

Seien Sie pünktlich. Natürlich ist es nicht tragisch, wenn Sie 10 Minuten zu früh oder zu spät kommen, aber mehr ist meist unhöflich. Denn die Verkäuferin hat sich Zeit für Sie genommen, wie gesagt meist ca. 2 Stunden und danach kommt vermutlich auch schon die nächste Braut zum Anprobieren. Wenn Sie also zu spät kommen, verschiebt sich entweder auch alle anderen Termine oder aber die Zeit wird von Ihrer Anprobezeit abgezogen, so dass Sie eventuell noch ein zweites Mal kommen müssen. Sollten Sie einen Termin gar nicht wahrnehmen können, Unvorhergesehenes kann natürlich immer passieren, dann sagen Sie rechtzeitig ab oder vereinbaren am besten direkt einen neuen Termin.

4. Kommen Sie am besten ungeschminkt oder nur mit dezentem Make-up. Viele Kleider werden mit Reifrock getragen und müssen daher über den Kopf angezogen werden und da ist es unvermeidlich, dass starkes Make-up natürlich Spuren im Inneren des Kleides hinterlässt. Aus diesem Grund stehen in vielen Umkleidekabinen auch Abschminktücher bereit. Stellen Sie sich vor Sie wollen ein Kleid anprobieren und von Ihrer Vorgängerin sind noch Make-up Spuren oder Schweißgeruch vorhanden. Nicht besonders appetitlich oder? Und wenn man bedenkt, dass mit Perlen oder Pailletten verzierte Kleider nur max. 3-4 gereinigt werden können, da sich meist bei jeder Reinigung Perlen lösen oder sogar verloren gehen, können die Kleider auch nicht nach jeder Anprobe gereinigt werden.

5. Brautkleider fallen je nach Hersteller und Schnitt in der Größe sehr unterschiedlich aus. Wundern Sie sich daher nicht, wenn die Verkäuferin plötzlich ein Kleid mit der Größe 40 in der Hand hält obwohl Sie eigentlich Größe 36 tragen. Bei italienischen Modellen liegen z. B. 3 Kleidergrößen zwischen der italienischen und der europäischen Bezeichnung. (italienisch 44 = europäisch 38). Bei französischen Modellen liegt immerhin noch eine Kleidergröße dazwischen und die Auszeichnung der englischen und amerikanischen Modelle haben mit den europäischen Größen gar nichts zu tun. Obwohl beide Länder die gleichen Bezeichnungen benutzen, nämlich 6,8,10,12,14 usw. fallen die Größe komplett unterschiedlich aus. Eine deutsche Kleidergröße 36 entspricht zum Beispiel einer englischen 8 und einer amerikanischen 10. Wobei man bei dieser einfachen Umrechnung natürlich nicht vergessen darf, dass die Proportionen der Frauen in den einzelnen Ländern vielleicht von unseren abweichen, die Frauen z. B. generell kleiner sind oder schmalere bzw. breitere Hüften haben. Vertrauen Sie Ihrer Verkäuferin Sie kennt sich aus und wird Ihnen ein Kleid geben, welches Ihnen passt. Wichtig ist ja auch nicht das Größenschild, sondern dass Sie sich in Ihrem Traumkleid wohl und schön fühlen.

6. Seien Sie aufgeschlossen. Obwohl Sie sich zuhause vielleicht schon für einen Stil entschieden haben, probieren Sie trotzdem verschiedene Modelle an. Denn nicht alles was an einem Modell in einer Zeitschrift gut aussieht, steht auch jeder Frau. Zu Mal speziell für Fotos oft geschummelt wird, da wird mit Sicherheitsnadel o. ä. getrickst, damit der Eindruck auch ja perfekt ist. Außerdem sind die Modells natürlich perfekt geschminkt, gestylt und in Szene gesetzt. Da kann das Ergebnis in der Umkleidekabine oft ernüchternd wirken. Wichtig ist auch: Lassen Sie sich grundsätzlich nie von dem Eindruck eines Kleides auf dem Kleiderbügel täuschen. Die meisten Brautkleider entfalten Ihre wahre Schönheit erst an der Trägerin. Und wenn Ihnen etwas doch einmal gar nicht gefallen sollte, ist es schnell wieder ausgezogen. Probieren Sie daher ruhig mehrere Kleider in verschiedenen Tönen und Stilrichtungen an. Die meisten Bräute probieren etwa 10 – 15 verschiedene Brautkleider an, bevor Sie Ihr Traumkleid gefunden haben. Entscheidend ist, dass Sie sich wohl- und natürlich auch schön fühlen. Manchmal ist das bereits beim ersten Kleid so manchmal aber auch erst beim Letzten.

7. Nehmen Sie sich Zeit, um sich zu entscheiden. Sie müssen nicht direkt im ersten Geschäft fündig werden. Aber wenn Sie sich einmal entschieden haben, dann bleiben Sie auch dabei, sonst verunsichern Sie sich nur selbst.

8. Sollten Sie in keinem der Geschäfte das Richtige gefunden haben, dann bleibt immer noch der Weg zur Schneiderin. Diese fertigt Ihnen ein Kleid ganz nach Ihren individuellen Wünschen und Maßen. Hierfür sollten Sie dann allerdings relativ genaue Vorstellungen haben, wie Ihr Traumkleid aussehen soll.

9. Wenn Sie Ihr Brautkleid selber nähen wollen und sich das auch zutrauen, kein Problem, im Internet oder auch im Fachgeschäft gibt es eine große Auswahl an Schnittmustern für Braut- und Festmode oder auch für historische Kleider. Je nach Ihrem Geschmack. Allerdings soll es gemäß einem alten Aberglauben Unglück bringen, wenn man sein Brautkleid selbst näht. Für jen Stich weint man eine Träne, so sagt das alte Sprichwort. Aber wenn man einem englischen Brauch glaubt, kann man diesem Schicksal entgehen, wenn man das Kleid nicht komplett fertig stellt, also an der letzten Naht z. B. den letzten Stich nicht näht.

10. Tipps für Änderungen an Ihrem Traumkleid. Es ist selten, dass ein Kleid sofort perfekt passt. Meist sind kleine Änderungen, wie z. B. das Kürzen nötig. Grundsätzlich sind Brautkleider so konzipiert, dass sie um eine Konfektionsgröße verkleinert oder auch vergrößert werden können. Beim Kürzen berücksichtigen Sie bitte die Absatzhöhe Ihrer zukünftigen Brautschuhe. Bei der Anprobe für die Änderungen sollten Sie daher unbedingt Ihre Brautschuhe und, falls gewünscht, den entsprechenden Reifrock tragen. Denn Absatzhöhe und Umfang des Reifrocks beeinflussen die Länge des Kleides. Je breiter der Reifrock und je höher der Schuh, desto „kürzer“ wird das Kleid auch ohne Änderung.